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Höchste Auszeichnung der FN wurde in Eutin verliehen

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Deutsches Reiterkreuz für den Reiter Karl Schultz aus Böbs

 

Eutin. Er ist der bekannteste und bei Olympischen Spielen erfolgreichste Reiter aus Ostholstein und eine Reiter-Legende: Karl Schultz aus Böbs in der Gemeinde Ahrensbök. Auf der Jahreshauptversammlung des Reiterbundes Ostholstein wurde der dreimalige Gewinner von Medaillen auf den Olympischen Reiterspielen mit dem Deutschen Reiterkreuz der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) aus Warendorf ausgezeichnet. Die Auszeichnung übernahm der 1. Vorsitzende des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein, Dieter Medow.

Medow Schultz Karstens Bumann 300w„Karl Schultz ist für den Reitsport im nördlichsten Bundesland eine Legende“, erläuterte Dieter Medow. Der gelernte Landwirt und Reitlehrer FN hat im Laufe seiner sportlichen Karriere als Spring- und Vielseitigkeitsreiter unzählige viele Erfolge erzielt: vom Gewinn der Landesmeisterschaft, dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowie Medaillen bei Eurpoameisterschaften und bei Olympischen Spielen.


Rund ein Vierteljahrhundert zählte Karl „Kalle“ Schultz zu den maßgeblichen Vertretern im deutschen Vielseitigkeitssport. Drei Mal war er Olympiateilnehmer (1972, 1976 und 1980) und holte dabei 4 Medaillen: 1972 gewann er in München mit der Mannschaft die Bronzemedaille, 1976 in der Einzelwertung Bronze sowie Bronze mit dem Team und 1980 Bronze in der Einzelwertung.

 

Seinen ersten internationalen Erfolg erzielte Karl Schultz, so Dieter Medow in seiner Laudatio weiter, 1963 als ländlicher Europameister. Im Jahre 1971 gewann er die große Vielseitigkeit in Luhmühlen. 1963/64 war „Kalle“, wie ihn seine Reiterfreunde immer nennen, Bundessieger. Dreimal war er Deutscher Vizemeister in der Vielseitigkeit und in den Jahren 1972 bis 1980 war er der erfolgreichste Vielseitigkeitsreiter in Deutschland.

 

Besonders erwähnte der Vorsitzende des Pferdesportverbandes, dass Karl Schultz von den Europameisterschaften 1997 in Burghley Schultz mit zwei Silbermedaillen nach Böbs zurückkehrte.

 

Aufgrund seiner sportlichen Erfolge erhielt Karl Schulz zweimal das Goldene Reitabzeichen: Einmal für seine S-Erfolge im Springreiten, einmal für seine Erfolge in schweren Prüfungen in der Vielseitigkeit.

 

Seit 30 Jahren ist er auch als Ausbilder im Bereich Zucht und Pferdehaltung tätig. Er hat während dieser Zeit 54 Auszubildende ausgebildet. Zudem ist der gelernte Landwirt auch als Richter und Parcoursbauer ausgebildet und in diesen Funktionen ehrenamtlich tätig.

 

1983 zog sich Karl Schultz aus dem aktiven Sport zurück und betreibt seither mit seiner Familie den Reit- und Ausbildungsbetrieb „Stall Madrigal“ in Böbs. Jetzt ist er als Trainer, Richter und Parcoursbauer tätig. Vor einigen Jahren übergab er seinen Betrieb, den „Stall Madrigal“ an den Sohn Phillip, der damit mit 20 Jahren Chef vom Stall Madrigal und Besitzer wurde. Madrigal war das Pferd, mit dem Kalle Schultz seine größten Erfolge als Vielseitigkeitsreiter holte.

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